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Termin Informationen:

  • Fr
    12
    Apr
    2019

    „VIVA LA VULVA“ – Flimmerabend im Weekly Chill-In

    18:00 Uhrreact!OR, Frühlingsstr. 17, 87435 Kempten

    Filmstart 19:30 Uhr
    Vor dem Film gibt's vegane Saitansteaks in Champignon-Zwiebelsauce
    Eintritt frei - Spenden erwünscht!

    Fotze. Cunt. Chatte. Lustgrotte. Kleschn.
    In den meisten Sprachen werden Bezeichnungen für die Vulva als
    Schimpfwörter verwendet. Wie gehen Menschen, Männer wie Frauen, mit dem
    weiblichen Geschlechtsteil um? Was für einen Stellenwert hat die Vulva
    in der Sprache? Und in der Kultur? Wann ist Weiblichkeit etwas Positives
    – und keine Ware mehr?
    In ihrer Dokumentation zeigt Regisseurin Gabi Schweiger auf, wie es
    heute aussieht mit dem Selbstverständnis von Frauen und der weiblichen
    Sexualität.
    Immer noch scheint sich alles um die Ikonisierung des männlichen Penis
    zu drehen. Die Vulva, in ihrer Gesamtheit – und nicht nur auf ein Loch
    reduziert – ist in unserer Kultur nicht vorhanden, weder sprachlich,
    noch als Metapher, wie zum Beispiel das allgegenwärtige „Phallische“.
    Das geht sogar so weit, dass auch heute immer noch kaum jemand weiß, wie
    eine Klitoris tatsächlich aussieht.

    Kulturwissenschaftlerin *Mithu Sanyal* erzählt über die Rolle der Vulva
    in alten Mythologien, die Vulva war es, die die Welt retten konnte,
    schließlich kommt aus ihr das Leben. Gipsvulven in aller weiblichen
    Vielfalt werden von *Gloria Dimmel *gefertigt. Die französische
    Künstlerin *Ovidie* und die Psychologin *Sandra Konrad* besprechen den
    sexuellen Widerspruch in unserer Gesellschaft. Einerseits gebe es für
    alle Geschlechter vermeintlich sexuelle Freiheiten wie noch nie,
    andererseits hat die allgegenwärtige Pornoindustrie sexuelle Maßstäbe
    und Schönheitsideale eingeführt, die gerade für junge Menschen mehr
    Zwang als Lust hervorrufen. Die Senegalesin *Fatou Mandiang Diatta*
    rappt unter ihrem Künstlernamen „Sister Fa“ gegen die
    Genitalverstümmelung an. Es betrifft immer noch 94% der Mädchen in ihrem
    Land. Die Aktivistin *Seyran Ateş* plädiert für eine sexuelle Revolution
    des Islam und die Gleichstellung von Mann und Frau als Grundpfeiler und
    Wegbereiter für demokratische Verhältnisse. Wie kann sich Weiblichkeit
    als das, was sie ist, darstellen, ohne dafür bestraft zu werden?

    Der erste Schritt dazu wäre wohl die Anerkennung von Diversität – der
    Meinungen, der Bedürfnisse und des Aussehens. Auch jener der Vulven.

    Mehr Infos zum Film unter https://www.geyrhalterfilm.com/viva_la_vulva

    Mehr Veranstaltungen unter https://reactor.noblogs.org